Ende Oktober 2025 habe ich auch meinen Gaming-PC von Windows auf Linux umgestellt. Das war kein spontaner Versuch, sondern eine bewusste Entscheidung: Meine anderen Rechner liefen bereits unter Linux. Gaming war die letzte Ausnahme. Ich wollte auch dort selbst bestimmen, wie mein System eingerichtet ist und welche Software darauf läuft.
Vor der Wahl der Distribution habe ich mir auch Bazzite und CachyOS angesehen. Beide sind auf ihre Weise interessant für Gaming: Bazzite setzt auf ein Fedora-basiertes, weitgehend unveränderliches System. CachyOS basiert auf Arch Linux und folgt dem Rolling-Release-Modell. Gerade dieses Modell der Arch-Familie war nicht meins. Nach Jahren im Debian-Universum wusste ich, wie ich mit dem System arbeite und was ich an seiner Stabilität schätze. Debian 13 Trixie als stabile Basis für meinen Gaming-PC zu wählen, war deshalb am Ende die logische Konsequenz – keine Notlösung, weil andere Distributionen nicht funktioniert hätten. Warum ich diesen Schritt gegangen bin und wie ich den Rechner eingerichtet habe, steht im Beitrag Debian als Gaming-OS – mit einem Skript zum Spiele-PC.
Der erste Artikel über mein Debian-Gaming-Setup erschien erst im Dezember 2025, einige Wochen nach dem Umstieg. Diese Bilanz ziehe ich Ende Oktober 2026 – ein Jahr nach dem tatsächlichen Wechsel. Die Frage ist nicht, ob ich einen Benchmark gegen Windows gewonnen habe. Sie lautet: Ist Debian für meine Spielebibliothek eine brauchbare Dauerlösung – und wo stößt dieser Ansatz an Grenzen?