Wer unter GNOME auf der Kommandozeile arbeitet, nutzt meist einfach das vorinstallierte GNOME Terminal. Mit ptyxis gibt es inzwischen einen modernen Terminal-Emulator, der gezielt als Alternative zum in die Jahre gekommenen GNOME Terminal entwickelt wurde – und bei einigen Distributionen bereits die Voreinstellung ist.
Bevor es losgeht, ein paar Worte zum Namen, denn der sorgt regelmäßig für Fragen: Ptyxis leitet sich vom altgriechischen πτύξις (ptúxis) ab, was so viel wie „Faltung“ bedeutet – in der Botanik beschreibt der Begriff, wie ein Blatt in der Knospe gefaltet ist. Passenderweise steckt in dem Namen außerdem das Kürzel pty, also Pseudo-Terminal – genau das, was ein Terminal-Emulator bereitstellt. Ausgesprochen wird der Name übrigens „Tik-sis“ (/ˈtɪksɪs/) – das „p“ am Anfang bleibt also stumm. Klingt ungefähr wie das englische Wort „ticks“ mit einem angehängten „is“.
Vor der aktuellen Bezeichnung hieß das Projekt übrigens „Prompt“ – der Name wurde geändert, weil die Softwarefirma Panic bereits eine gleichnamige App vertreibt und die Marke geschützt hat.