„Alexa, schalte das Licht an.” Ein kurzer Satz, ein kurzes Klick, die Lampe geht an. So einfach sich das anfühlt, so unsichtbar bleibt, was in der Sekunde davor und danach passiert. Ein Mikrofon horcht, ein Server irgendwo in Dublin oder Virginia wertet aus, ein Profil wird gepflegt, eine Werbezielgruppe wird bestätigt. Und der Nutzer? Der freut sich über das Licht.
Smarte Lautsprecher wie Alexa, Google Assistant und Siri sind die einprägsamsten Gesichter einer Entwicklung, die längst nicht mehr beim Lautsprecher auf dem Küchenschrank endet. Sie stehen Modell für eine viel breitere Frage: Wie viel Infrastruktur, wie viel Datentransfer und wie viel fremde Kontrolle akzeptieren wir für ein bisschen Komfort?
Dieser Artikel baut auf dem Gedanken auf, den ich im Beitrag Was wäre – Wenn die Tech-Giganten Europa den Stecker ziehen skizziert habe. Dort ging es um das Szenario eines großflächigen Ausfalls US-amerikanischer Dienste. Hier geht es um die Alltagsseite derselben Medaille: nicht der plötzliche Stecker, sondern das ständige Tropfen, das die Höhle aushöhlt.