Es gibt diesen Satz, den man in Besprechungen immer wieder hört.
„Die Webseite ist veraltet. Den Code versteht eh keiner mehr.”
Er fällt meistens beiläufig. Jemand zeigt eine Seite, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, das Design wirkt nicht mehr ganz taufrisch, und schon ist das Urteil gefällt: veraltet. Als wäre damit alles gesagt. Als wäre die Frage damit erledigt.
Ich habe mir in so einem Fall den betreffenden Code angeschaut. Genauer gesagt: den Stand im Webarchiv, weil die Seite inzwischen anders aussieht oder gar nicht mehr existiert. Und was fand ich dort? PHP. HTML. CSS. JavaScript.
Keine exotische Todeskandidaten-Technologie. Kein längst vergessenes Framework. Sondern exakt die vier Bausteine, aus denen das Web seit Jahrzehnten besteht – und aus denen es auch heute noch besteht.
Also: veraltet? Diese Frage lohnt eine genauere Betrachtung – vor allem, weil hinter „veraltet” in solchen Runden meist ein zweites, ernsteres Urteil mitschwingt: unsicher. Und genau darum geht es hier.